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Sparen bei der Krankenkassen-Prämie
Viele Schweizer verschenken Jahr für Jahr bei den Krankenkassenprämien Hunderte bis Tausende von Franken. Sie sind bei teuren Kassen versichert, die bei der Grundversicherung - wie gesetzlich vorgeschrieben - genau die gleichen Leistungen bieten wie günstigere Konkurrenten. Laut dem Internet-Vergleichsdienst Comparis könnten Versicherte im Jahr 2007 in der Grundversicherung 3,3 Mrd. Fr. sparen, wenn sie zur preiswertesten Krankenkasse wechseln würden. Rund 75% der erwachsenen Versicherten könnten so 500 Fr. oder mehr im Jahr sparen, 20% sogar mehr als 1000 Fr. Eine grosse Mehrheit der Familien hätte nach einem solchen Wechsel 1000 Fr. pro Jahr mehr in der Haushaltskasse. Auf dieses Jahr hin haben 200 000 Schweizer Versicherte das Sparpotenzial erkannt und die Kasse gewechselt.
* Nun haben die Bürger noch etwas mehr als zwei Wochen Zeit, um im Jahr 2007 unnötige Krankenkassen-Kosten zu vermeiden. Bis zum 30. November muss die Kündigung bei der bisherigen Krankenkasse vorliegen. Selten lohnte sich der Wechsel wie jetzt. In fast 50% der verschiedenen Kategorien liegt die niedrigste Prämie für das Jahr 2007 unter der günstigsten von diesem Jahr. Dies hat ein Comparis-Vergleich der verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten über Prämienregionen, Franchise-Stufen und Altersgruppen hinweg ergeben. Für die sinkenden Prämien ist in erster Linie der schärfere Wettbewerb unter den Krankenkassen verantwortlich.
* Mehr Versicherte sollten auch prüfen, ob für sie ein alternatives Versicherungsmodell wie «Health Maintenance Organization» (HMO), «Hausarzt», «Light» oder «Telmed» in Frage kommt. Bisher haben lediglich 13% der Versicherten solche Verträge abgeschlossen. Beim HMO-Modell verpflichtet sich der Versicherte, bei einer Krankheit zuerst einen bestimmten, in einem HMO-Center praktizierenden Arzt aufzusuchen. Bei der Variante Hausarzt muss er immer zuerst zu seinem festen Hausarzt gehen. Nur wenn es medizinisch notwendig ist, leiten die Ärzte die Patienten an Spezialisten weiter. Beim Light-Modell kann der Versicherte nur Ärzte konsultieren, die in einer Liste seiner Krankenkasse enthalten sind. Bei allen drei Varianten sind Notfälle ausgenommen. Bei Telmed müssen sich die Versicherten vor dem ersten Arztbesuch telefonisch an eine Beratungsstelle wenden. Dort erhalten sie Auskünfte von medizinischen Fachleuten. Diese geben Hinweise zur Behandlung oder leiten die Versicherten an Ärzte oder Spitäler weiter. Bei den verschiedenen Varianten winken Prämienvergünstigungen in Höhe von bis zu 15%.